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Bildbesprechungen

Übersicht der Bildbesprechungen in alphabetischer Reihenfolge der Titel. Beschreibungen in zufälliger Abfolge:

Ahninnen-Stamm    Ahninnen-Stamm

ei-akt   Ei-Akt


gaia   Gaia


hingabe   Hingabe


makrothymia   Makrothymia


schwarzes gold   Schwarzes Gold


vertrauen   Vertrauen


zwei seelen schlagen   Zwei Seelen schlagen, ...


gebenundnehmen   Geben und Nehmen


spirale    Spirale

 

Hingabe

 Hingabe

Was ist Hingabe? Hat es etwas mit Aufgeben zu tun? Oder gar mit „sich opfern“? –
Gerade Frauen begleitet dieses Thema oftmals ihr Leben lang. Wann verfällt frau von der Hingabe in die Opferrolle, liegt gleichermaßen auf dem Altar zum Opfer bereit?...  Und wann geht sie in Hingabe und Sich-Hingeben auf, wird eins mit sich selbst, ruht in sich, unberührt vom Geschehen und den Wirren im Außen?

 

Vertrauen

Vertrauen

Mann und Frau, schwebend. Sie hält seinen Kopf sanft in ihren Händen. Beide tragen eine Augenbinde: symbolisch steht diese Binde dafür, dass Vertrauen nicht nur etwas mit jemand anderem zu tun hat, sondern besonders das Vertrauen in sich selbst meint, die Innenschau. Die Farbe weiß deutet Reinheit und Unschuld an. Mit dem Verbinden der Augen ist auch der Wegfall des Sehsinns, so wie wir ihn üblicherweise kennen, gemeint – dadurch ein Verstärken anderer Sinne, wie Fühlen oder Spüren.

Die Frau ist noch etwas bemüht, beinahe verkrampft, hebt den Kopf, als könne sie mehr Hören, wenn sie den Kopf wendet. Der Mann scheint vollkommen gelöst, liegt vertrauensvoll in ihren Händen. Aber: wie ein Loch erscheint sein Bauch, der Bereich des Solarplexus, der Sitz der Gefühle (wie man sagt), der Emotionen, der Intuition, des Bauchgefühls.

 

zwei seelen schlagen Zwei Seelen schlagen, …

Das Zitat aus „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe steht an den Rändern des Bildes geschrieben:

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
Die eine will sich von der anderen trennen;
Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub)
Zu den Gefilden hoher Ahnen. 

Es geht in meiner Darstellung um innere Zerrissenheit – um Wollen und Nichtwollen, um Können und Nichtkönnen. Stecken in jedem von uns diese zwei Seelen, zumindest zeitweise?

Es ergab sich beim Malen, dass die zwei Menschen an der Brust, in Herzhöhe, miteinander verwachsen sind. Gequälte Seelen oder verbundene?

Im Ausdruck der größeren Figur spiegelt sich nicht nur Verzweiflung, sondern auch eine zarte Verbundenheit, fast Liebe. Die kleinere Figur lebt in ihrer eigenen Welt während sie sich an das Gegenüber klammert. Seinem eigenen Wollen ergeben, auf sich selbst bezogen ohne wahrzunehmen, was darüber hinaus ist. Kennen wir das nicht alle irgendwie?

 

ei-akt

Ei-Akt

Ein Ei-Symbol für das Entstehen von Neuem, ein Potenzial.
Ein Mann hebt eine Frau behutsam und unter Aufbringen seiner sichtlich enormen Kraft fürsorglich aus einem Ei.

In der Ursprungsskizze war die Frau so angelegt, dass sie ihren Kopf nach links wendet, als sei dort etwas Interessanteres. Ich betrachtete die Skizze nach ein paar Wochen und bemerkte: Es stimmt nicht! Nicht handwerklich, sondern das Beschriebene, Dargestellte ist falsch. Es fühlte sich nicht richtig an, dass die Frau vom Mann abgewandt gezeigt ist. Sie sollte in der Haltung mit ihm eine Einheit sein im Prozess der Geburt, sich ihm anvertrauen, sich anschmiegen in der Gewissheit: alles ist gut. So, dass der Betrachter erkennt: Nur seine Nähe zählt und trägt.

Im zweiten Schritt korrigierte ich also die Kopfhaltung der Frau: Zunächst schien sie nun eher wie ein Kind, noch nicht Frau geworden. Es brauchte noch einige Korrekturen und Schritte, schließlich war sie als Frau erkennbar.

Das Ei, hat keine harte Schale, sondern ist eine geschmeidige, elastische Hülle.

Der Körper der Frau ist mit sanften Farbtönen angelegt. Ich weiß aber um die Kraft der Frau, die da geboren wird. Wenn man genau hinsieht, erkennt man die Anstrengung und beinahe verzweifelte Behutsamkeit des Mannes. Er erkennt die Zerbrechlichkeit dessen, was er in Händen trägt – aber auch die Macht, die von ihr ausgeht. Eine natürliche Stärke, die nicht bedroht und dennoch Respekt schafft. 

Der männliche Körper: Beim Arbeiten fließt die Farbe in leuchtenden, feurigen Tönen auf die Leinwand, fast wie von selbst. Es scheint beinahe so, als würde der Mann innerlich brennen, als hätte er Feuer gefangen. Nur an der Kopfhaltung lässt sich ablesen, dass er bei ihr - die diese Stärke und Kraft ausstrahlt - sich anlehnt, bei ihr Geborgenheit findet.

Schlusskorrekturen: Die Frau bekommt noch ein wenig mehr Feuer ab - sie scheint allzu blass neben seiner energievollen Feurigkeit. Es tut ihr gut, ein wenig das Angepasste zu verlieren und mehr Farbe zu zeigen.

 
Makrothymiamakrothymia

Dieses Bild hat sich regelrecht entwickelt, bis es schlussendlich zu Makrothymia wurde. (Die Entwicklung beschreibe und bespreche ich unter "Ein Bild entsteht".)

Der Name "Makrothymia" bedeutet Langmut, Geduld, Gelassenheit, innere Sicherheit, inneres Wissen.

Die Frau hat ihre Augen geschlossen und es scheint, als blicke sie unter den geschlossenen Lidern nach innen. Ihr Mund ist so geformt, als wolle sie "scht! Alles ist gut, alles wird gut" sagen.

Sie trägt keinen Schmuck - sie selbst ist Schönheit, beinahe jungfräulich zart. Ihr Haar ist unter einem Tuch verborgen - Haare, gleichwohl Antennen nach außen, sind für sie nicht Thema. Sie ruht in sich. Makrothymia scheint alterslos. Obwohl ihr Körper mädchenhaft, fast kindlich dargestellt ist, so wirkt doch ihr Ausdruck wissend, erwachsen und weise.

 

schwarzes goldSchwarzes Gold

Afrika, der schwarze Kontinent. Nicht nur Touristen reisen dort hin, auch die Industrie "entdeckt" das Land der "Schwarzen"...
Wegen der Bodenschätze. Nicht nur Gold, auch Uran.
Ob die Menschen nach ihrer Zustimmung gefragt wurden?
Ob sie aufgeklärt wurden?
In meinen Bildern sah ich:
Erstaunte Augen wie bei der Tuaregfamilie.
Fragende Blicke, aufgeregt diskutierend wie die Buschmänner.
Einwohner, kindlich offen und neugierig wie die junge Somali.
Und ich sah ihn, den  Arbeiter. Einer aus ihrem Land.
Er arbeitet schwer, seine ganze Kraft setzt er ein. Wofür?
Für die nächste Mahlzeit, für seine Familie, für sein Land, für seine Arbeitgeber?
Die Figuren im Hintergrund sind nicht nur scheinbar weiter weg. Sie kommen aus einer anderen Welt, einer Welt in und mit der Natur. Das goldglänzende Material, das ihr Bruder schaufelt, war ihnen nicht Nahrung hatte keine Bedeutung für ihr Leben.
Gewinnt es jetzt an Bedeutung? Weil es ihnen dadurch besser gehen wird? Oder weil ihr Land sich verändern wird?
Für den Abbau von Uran wird  kostbares Wasser verbraucht werden und das kontaminierte Abwasser wird die Felder fluten, Trinkwasser vergiften. "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" sagt ein Sprichwort und da gibt es die Geschichte von dem Mann, bei dem alles zu Gold wurde, was er berührte - so dass er am Ende verhungern musste. Schwarzes Gold?

 

gaiaGaia

Die Erde, unser Lebensraum. Wasser und Erde, Luft und Feuer - alles ist gegeben. Gaia heiß übersetzt "die Göttin der Ernte". Was werden wir Menschen möglich machen oder auch verhindern - welche Ernte wird es geben?

Die Erde ist fruchtbar. Sie gebiert laufend - Vulkanausbrüche bringen fruchtbaren Boden, neuen Lebensraum. Die Erde ändert ihr Aussehen, manches vergeht, geht unter, anderes wird neu geboren.

Das Bild "Gaia"lässt ihre schöpferische Kraft spüren. Man meint, eine Schwangere im Blau des Meeres zu erkennen. Nach links gerichtet, ein wenig den Kopf gesenkt, als würde sie über das werdende Leben in ihr nachdenken.

Worüber denken wir Menschen nach? Über das Leben auf der Erde? Die Schöpfung? Über das Ausschöpfen von Ressourcen, den Abbau von Bodenschätzen, den Gewinn daraus...? Wohin richtet sich unsere Kraft der Schöpfung?

 

gebenundnehmen

Geben und Nehmen

Eine Hand als Symbol für Aktion, aktives Tun. Jemand streckt die Hand entgegen, reicht die Hand. Diese Geste lässt auf Hilfe hoffen.
Wie oft hoffen wir auf diese Geste?
Aber auch: Wie oft schlagen wir die uns entgegen gestreckte Hand aus? Wem reichen wir die Hand, wem bieten wir Hilfe, Unterstützung, an?
Offene Hand - Nichts Verborgenes. Nichts, was zurückgehalten wird.

Es tut gut, sich dieser Symbolik anzunähern. Sich damit zu beschäftigen, was Hände bedeuten und ausdrücken können.
Wie Gesten der Hand/Hände auf mich wirken.
Wie wohl es tut, eine hilfreiche Hand zu sehen.


spiraleSpirale

Dieses Bild entstand mit Blick in die Natur, das was uns stets umgibt. Denn: Hier finden wir immer wieder die Spiral- oder Wirbelform. Galaxien wirbeln in Spiralen, ebenso Wirbelstürme - sogar wir Menschen tragen "Haarwirbel" und Wasser fließt spiralig ins Waschbecken.

Wieso findet sich diese Form immer wieder, umgibt uns? Und wo findet sich diese Form - hab es nur noch nie bemerkt? Auf Entdeckungsreise gehen ... Beobachten ... Mich selbst sehen: Wo drehe ich mich im Kreis und wo beginne ich eine Bewegung, die mich zentriert, nach innen führt?, - wo nach außen? Was passiert, wenn ich mich sowohl als auch bewege? Was bewege ich dann?



Ahninnen-Stamm

Ahninnen-Stamm

Bei der hier angewandten Technik ergeben sich durch den Auftrag einer kontrastierenden Farbe auf die grundierte und getrocknete Leinwand dunklere und hellere Stellen, Strukturen und Linien.

Nun ist der Phantasie Tür und Tor offen:
Ich erkenne Landschaften, Tiergestalten, Zacken und Linien - jedoch das herausragende Bild eines Gesichtes zieht mich in seinen Bann.

Ich sehe eine Frau - das Gesicht einer Frau. Es scheint beinahe, als trage sie eine Gesichtsbemalung. Dann entdecke ich ein weiteres Gesicht und noch eines...

Der Gedanke formt sich, es wären die Frauen aller Zeiten in diesem Bild versammelt. Sie zeigen sich in dem Bild, bekommen ein Gesicht.  Als stünden sie bereit, um ihre Unterstützung und Hilfestellung anzubieten.

Kleinere Betonungen durch dunklen Farbauftrag (beispielsweise Nasenlöcher, ein Strich zwischen den Lippen) genügen, um das Gesehene jedem Betrachter zu eröffnen. Teilweise arbeite ich ein "verborgenes Antlitz" in dieser Weise aus.

Jedes Mal, wenn ich das Bild anschaue, ergeben sich wieder neue Einblicke, neue Erkenntnisse. Je nach Tageszeit und -licht, je nach persönlichem Befinden oder Perspektive erkenne ich immer wieder Neues, noch nicht Gesehenes, noch nicht Erkanntes.

Dieses Bild lässt offen. Es ermöglicht dem Betrachter, unterschiedliche Sichtweisen und Schwerpunkte zu wählen - oder sich darauf einzulassen.

Von Fixierung und Starre zu Veränderung, Flexibilität und Freiraum. Wie ein Symbol dafür, dass alles im Auge des Betrachters liegt: ob gut oder böse, schön oder hässlich, stark oder schwach, groß oder klein...

Dieses Bild ist ein Kraftbild. Es ist unverkäuflich, ist für mich gedacht.

Doch: Wir sind alle gestützt und begleitet von den Ahninnen und Ahnen. Wir alle haben Helfer - sichtbar oder unsichtbar.

Die Kraft der Ahninnen und Ahnen ist eine gute Kraft.
Wie oft hat sich das in meiner systemischen Arbeit schon gezeigt!

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